Sonntag, 10. Oktober 2010

Es gibt auch liebe braune Tierchen

Oh, Christiane
das sind deutliche Worte auf Dein Blog.
Ich habe mich heute mit einer Mama unterhalten, sie bekommt das zweite Kind. Und sie hat sehr viele Untersuchungen machen lassen, weil ihr die Mitmenschen das so richtig eingeredet haben. Sagt sie! Das erste Kind ist fit und die Mama ist 36 Jahre. Warum machen ihr andere Mütter, Tanten, Freundinnen so Angst....und vor was? Wie weit ist es schon gekommen, darf man nicht mehr einfach "nur" ein Baby bekommen? Was soll denn alles noch vorher erkannt und am besten dann gleich "aussortiert" werden?
Die Frau war ganz erschrocken, dass man Roberts "Behinderung" nicht vorher erkennen konnte....
Mich hat es sehr verwirrt und erschreckt, dieses Gespräch.
Und bei der Heimfahrt sagte Michael "Siehst Du, es sind nicht nur die von rechts die Bedrohung. Für ungeborene Kinder sind Freundinnen, Tanten, Frauenärzte usw. die Bedrohung. Auf das Kind wird sich erst gefreut, wenn ganz viele Untersuchungen grünes Licht gegeben haben!"
Sind wir nun zufällig schon drei Mal in so ein Gepräch verwickelt worden? Kennt Ihr das auch?
Lassen wir Mamas uns da was aus der Hand nehmen von Frauenärzten und Forschern...?

Kommentare:

Fadequeen hat gesagt…

Liebe Elisabeth

Nachdem ich das grosse Glück hatte 2 "gesunde " Kinder zu gebären, hatte ich angst, das beim dritten etwas nicht in ordnung sein könnte, Habe mich dann im Internet schlau gemacht und bin über etliche Seiten gestolpert wo ich lesen konnte das diese Untersuchungen auch gefährlich sein können für das Kind. Habe mich dann entschieden nichts zu unternehmen und es so kommen zu lassen wie es ist, es wär mir so allemal lieber gewesen als die gewissheit zu haben ich hätte dem Kind was angetan, respektive die Tests. Und seihen wir mal ehrlich, soviel sieht man nicht, kann man nicht erkennen. Und was ist wenn das Kind mit 2,3 Jahren die Treppe runterfällt, einen Unfall hat oder sonst irgendwie eine Behinderung einfäng`? Wieder reinschieben udn rückgängig machen oder was`?
Nein ich atme jetzt tief durch, drück euch ganz fest und geniesse den Sonntagabend!!!!

Liebe Werdende Mamas, macht euch nicht sooo viele Sorgen und geniesst die Schwangerschaft.

dicke, alte Frau hat gesagt…

Liebe Elisabeth und alle anderen lieben Menschen, die diesen Blog lesen oder unterstützen, ich selbst habe neulich mit einer jungen Frau gesprochen, die jetzt bald wieder schwanger werden möchte. Sie hat sehr deutlich gesagt, daß sie jede Frau respektiert und bewundert, die ein besonderes Kind hat und es ist auch klar, daß man sie auch liebt.
Sie selbst sieht sich allerdinhs außerstande, selbst ein besonderes Kind zu haben, wenn es die Möglichkeit gäbe, es vorher festzustellen.Ich war sehr betroffen, und ich frage mich jetzt, ob es dann für das Ungeborene besser ist, diese Welt erst gar nicht kennenzulernen. Ich bin sehr verunsichert, denn diese Frauen sind ja nicht böse, nur ängstlich. Sie würden die besonderen Kinder auch nicht ausschließen, wenn sie damit in Berührung kämen. Sie empfinden sich selbst nur zu schwach, selbst ein besonderes Kind großzuziehen und auf das Leben vorzubereiten.
Ich selbst hätte nie "selektieren" können. Ich habe auch eine sehr klare Meinung zu diesem Thema, das dürfte jeder, der mich und meinen Blog kennt wissen. Es ist nur so, daß ich bei manchen Menschen wirklich nicht weiß, was für wen besser ist.
Sicher hat unsere Gesellschaft ihren Teil dazu beigetragen, daß viele werdende Mütter unsicher sind, wie schon erwähnt, Freundinnen, Ärzte, Geschwister, Eltern..... jeder, der da mal eben so von Schwangerschaftsabbruch redet, sollte sich vorher unbedingt den Film:"Der stumme Schrei" ansehen. Da es das Schlimmste ist, was ich je gesehen habe, setze ich bewußt keinen Link hier ein. Nur soviel sei gesagt: "Es wird per Ultraschall eine Abtreibung in Originalzeit gezeigt, inclusive der Flucht- und Schreiversuche des Kindes.
Ganz liebe Grüße, die Christiane

Elisabeth J.-S. hat gesagt…

Christiane
den Film konnte ich mir nicht ganz anschauen...so schlimm fand ich das.
Es ist schon ein Stück weit die Gesellschaft, die da tatsächlich Angst aufbaut. Als Lisa ihr Baby gehen lassen musste, hat sie auch ganz direkt gesagt bekommen, ob sie nicht meint, es wäre auch für sie und Simon !!!! besser. Das muss man sich mal durch den Kopf gehen lassen. Da wird ihr nach dem Tod vom kranken kind gesagt, dass sie ja auch den Grossen mit "Sowas" geschadet hätte....
Robert hat ja nun 5 Geschwister. Und alle lieben ihn und kommen klar mit ihm. Meine Freundin hat ein Kind im Rollstuhl....auch da gibt es Geschwister, und ich kann nicht feststellen, dass sie durch das kranke Kind einen "Schaden" haben....
Oh, da könnte ich viele Seiten schreiben...
Elisabeth

Lenerl hat gesagt…

Liebe Elisabeth,

ich bin jung Mama geworden und habe zwei gesunde Kinder. Aber ich habe auch nur die normalen Untersuchungen machen lassen. Alle in meinem Umwelt wollten mich zu Fruchtwasseruntersuchung und so weiter treiben. Ich habe viel Kopfschütteln geerntet, weil ich mich dagegen entschieden habe. Ganz bewußt! Denn mein Kind hätte ich doch so oder so nicht eintauschen wollen! Es ist und bleibt doch meines. Egal, was passiert wäre!

Ich habe auch Freundinnen, die besondere Kinder haben. Und ich finde jedes absolut liebenswert in seiner Art. Mir kommen Tränen, wenn ich nur daran denke, daß auch nur eines davon fehlen könnte.